Initiative Landschaftsschutz Kempter Wald und Allgäu

Hier veröffentlichen wir einen Beitrag einer befreundeten Organisation, weil er sich gegen die Zerstörung der Natur im Allgäu richtet. Bitte beachten Sie auch die Fotos unter dem Bericht.

Kontra Windkraft im Allgäu


Der Bau von Windrädern trägt zur (Zer-)Störung von Natur- und Kulturlandschaftsräumen bei, gefährdet damit die Basis der 60.000 Arbeitsplätze im Allgäu-Tourismus und indirekt Arbeitsplätze in allen Wirtschaftsbereichen, da die immensen Kosten der verfehlten Energiepolitik zur weiteren Deindustrialisierung beitragen. Ökonomen, Spitzenmanager, IHK Schwaben, Naturschützer und Politiker fordern einen Stopp der Planwirtschaft des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Windkraftanlagen (WKA) führen zu keiner CO₂-Einsparung, da der EU-Emissionshandel die erlaubte CO₂-Menge festlegt. Es kommt nur zu einer Verlagerung des CO₂-Ausstoßes in andere Länder.

Im Allgäu sollen 60 % der über 200 geplanten WKA im Wald entstehen, bevorzugt auf aussichtsreichen Höhenrücken. Durch Abholzung auf durchschnittlich 9000 qm je WKA wird die Klimaschutzleistung des Waldes als CO₂-Speicher reduziert. Wichtige Naherholungsgebiete für Menschen und Lebens- und Durchzugsräume für Groß- und Kleinvögel und Fledermäuse werden stark beeinträchtigt. WKA mit aktuell 285 m Gesamthöhe, 500 m nahe den Anwohnern, belasten deren Gesundheit und entwerten die Immobilien.

Die über 30.000 deutschen WKA lieferten nur 4,8% der 2024 insgesamt verbrauchten Energie, Solarenergie 2,8%, Öl, Gas und Kohle 77,1%. Im Jahresdurchschnitt fällt der WKA-Strom an 36 Tagen ganz aus, drei Monate liegt die Stromproduktion unter 10 % der theoretisch möglichen Leistung.

Da es keine bezahlbare, großtechnisch verfügbare Speichertechnologie gibt, ist für Dunkelflauten der komplette Strombedarf durch neue Reserve(gas)kraftwerke abzusichern. Subventionsbedarf bis 2030: bis 32 Mrd. €. Für den Stromnetzausbau werden bis 2045 weitere 650 Mrd. € veranschlagt.

Hauptsächlich WKA-Betreiber erhielten 2024 für Strom, der nie produziert oder eingespeist wurde, um das Netz nicht zu überlasten, 554 Mio. €. Zusätzlich kostete es Milliarden, die stark schwankende EE-Stromeinspeisung im Netz auszugleichen.

Je windärmer der Standort, umso höher (bis zu 55%) wird er subventioniert.

Trotz 35 Jahren WKA-Subventionierung hat Deutschland europaweit den höchsten Strompreis: Eine Gefahr für unseren Wirtschaftsstandort!

Ohne EEG-Planwirtschaft, Einspeisevorrang, kostenlosen Netzanschluss und die Vergütung von Phantomstrom würde im windarmen Allgäu kein Investor eine WKA bauen. Als Allgäuer sollten wir ganzheitlich denken. Die Zukunft liegt nicht allein in riesigen Rotorblättern, sondern in Konzepten, die tatsächlich nachhaltig und regional verträglich sind.

Reinhold Faulhaber
1.Vorsitzender
ILKA – Initiative Landschaftsschutz Kempter Wald und Allgäu e.V

Hochgreut in der Gemeinde Betzigau, Oberallgäu, an der Grenze zum Ostallgäu.
Im Hintergrund derzeit 11 Windkraftanlagen der Nachbargemeinden. Weitere sind geplant.
Foto: ILKA e.V. Marika Faulhaber
Der Blick von der Hohen Schulter bei Hauptmannsgreut, Gemeinde Betzigau, in das viel besuchte Naherholungsgebiet Kempter Wald. Links auf dem 956 m hohen Höhenrücken „Knollerhag“ sollen 285m hohe Windkraftanlagen erstellt werden. Nicht nur Schwarzstörche und Rotmilane würden ihrer Ruheoase beraubt.
Foto: ILKA e.V. Marika Faulhaber
Schwarzstorchpaare im Kempter Wald werden seit Jahren durch die Schwarzstorch-Schutzgruppe des Landesbund für Vogelschutz besonders betreut. Die Rotoren von Windkraftanlagen können insbesondere für Jungvögel zu Todesfallen werden. Der Artenschutz wurde zu Gunsten der Windindustrie extremst eingeschränkt.
Foto: Robert Mayer
Und hier der Blick vom Aussichtspunkt Hohe Schulter über den Kempter Wald ins Ostallgäu. Hier sind Dutzende Wind“parks“ geplant, die dem Allgäu ihren Reiz und die landschaftliche  Besonderheit rauben würden.
Foto: ILKA e.V. Marika Faulhaber


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ILKA – Initiative Landschaftsschutz Kempter Wald und Allgäu e.V.
http://www.landschaftsschutz-allgaeu.de